In einer Mitteilung vom 11. März 2026 bestätigte Migros Zürich, dass sich das Unternehmen künftig vollständig auf seinen Kernmarkt in der Schweiz konzentrieren wird. Die Entscheidung folgt auf eine strategische Überprüfung der Geschäftsentwicklung von Tegut im Zuge anhaltender finanzieller Herausforderungen.
Trotz umfangreicher Kostensenkungsmaßnahmen, durch die die operativen Verluste im vergangenen Jahr um mehr als die Hälfte reduziert werden konnten, verschlechterten sich die Marktbedingungen in Deutschland weiter. Rückläufige Umsätze und intensiver Wettbewerb führten dazu, dass Migros Zürich zu dem Schluss kam, dass Tegut langfristig nicht mehr tragfähig ist.
Ein erheblicher Teil des Tegut-Geschäfts wird von EDEKA übernommen; eine entsprechende Vereinbarung wurde bereits unterzeichnet. Der Händler wird den Großteil der Tegut-Filialen übernehmen, während REWE voraussichtlich einen kleineren Teil erwerben wird; entsprechende Verhandlungen laufen noch. Die Vereinbarung mit EDEKA umfasst zudem das Logistikzentrum in Michelsrombach, die Herzberger-Bäckerei sowie das Teo-Smart-Store-Konzept.
Gleichzeitig führt Migros Zürich fortgeschrittene Verhandlungen mit weiteren deutschen Marktteilnehmern, um Lösungen für die verbleibenden Standorte zu finden. Ziel ist es, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten und den Betrieb der Filialen weiterzuführen.
Wie es mit allen Tegut-Standorten weitergeht, ist noch nicht abschließend geklärt. Die Übernahmen stehen unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamts, das die wettbewerbsrechtlichen Auswirkungen der Transaktionen prüft. Tegut beschäftigt derzeit rund 7.400 Menschen in Deutschland, und die Sicherung von Arbeitsplätzen hat in den laufenden Verhandlungen hohe Priorität.
Migros Zürich bezeichnete die Entscheidung als schwierig, betonte jedoch, dass ein vollständiger Verkauf unter den aktuellen Marktbedingungen die beste langfristige Perspektive für Mitarbeitende, Kundschaft und Partner bietet.
Mit diesem Schritt verschwindet eine der markantesten regional geprägten Einzelhandelsmarken aus Deutschland. Tegut hatte sich insbesondere durch ein starkes Angebot an Bio- und regionalen Produkten einen Namen gemacht.
Nach Angaben des Handelsverbands Deutschland (HDE) wird der deutsche Einzelhandel im Jahr 2026 netto rund 4.900 Geschäfte verlieren.
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